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„Stellen Sie sich vor, Ihr Zuhause und Sie sind ein Team“

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Seit mittlerweile 50 Jahren ist die Firma Kübler im baden-württembergischen Balingen auf Rollladen- und Sonnenschutztechnik spezialisiert. Ein Jubiläum, das für Tradition und Qualität steht. In eigener Produktion stellt das Unternehmen Rollladen und Jalousien her, montiert und repariert diese. Darüber hinaus bietet das Team Klappläden, Wintergartenmarkisen, Terrassendächer, Insektenschutz, Innenbeschattungen sowie die jeweils passende, zumeist smarte Motorisierung und Steuerung an. Als umfassendes Smart-Home-System setzt Kübler auf die TaHoma-Box von Somfy und ist darüber hinaus übrigens Somfy-Kunde seit der ersten Stunde. Anlässlich des Firmenjubiläums haben wir mit Dieter Kübler, einem der drei Geschäftsführer, über das Handwerk, Veränderungen und Kundenwünsche gesprochen.

Herr Kübler, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch: Sie selbst sind kürzlich 80 Jahre alt geworden und noch immer ein fester Bestandteil der Firma. Man hört, Sie sind noch von morgens bis abends jeden Tag mit vollem Elan dabei. Was ist Ihr Geheimrezept?

Dieter Kübler: (lacht) Für mich ist es keine Arbeit im klassischen Sinne, sondern eine Lebensaufgabe und das motiviert mich jeden Tag aufs Neue. Ich bin sehr stolz darauf, was wir gemeinsam im Team erreicht haben und denke daher noch lange nicht über den Ruhestand nach.

Gratulation zum 50-jährigen Firmenjubiläum

Glückwünsche zum Firmenjubiläum: (v.l.n.r.) Geschäftsführer Timo Blind, Dieter Kübler, Gunnar Kübler sowie Rudi Maikler von Somfy

Ihr Unternehmen feierte bereits 50-jähriges Firmenjubiläum. Wie groß sind Sie denn mittlerweile?

Dieter Kübler: Unser Team besteht aktuell aus 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verkauf, in der Beratung, Herstellung, Montage und dem Service. So gewährleisten wir gemeinsam die Zufriedenheit unserer Kunden – und zwar jeden Tag aufs Neue. Bereits seit 1979 bilden wir kontinuierlich Lehrlinge aus. Wir beschäftigen begabte Techniker und Handwerksmeister. Gerade unsere langjährigen Mitarbeiter sind ein Garant für einen großen Erfahrungsschatz.

Auch das Handwerk kommt nicht an der Digitalisierung vorbei. Was hat sich in den letzten Jahren am meisten verändert?

Dieter Kübler: Ganz klar die Vielfältigkeit! Früher waren der Rollladen und Gurt grau; der Wickler war in der Wand. Man musste eigentlich nur wissen, auf welcher Seite der Gurt sein soll. Heute gibt es da viel mehr Facetten und Möglichkeiten – sowohl für uns als auch für unsere Kundinnen und Kunden. Das beginnt bei den Materialien und zieht sich bis zur Technik. Unser Handwerk hat sich gerade in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt.

Und wie interessiert sind die Kundinnen und Kunden an den technischen Möglichkeiten?

Dieter Kübler: (lacht) Set einigen Jahren hören wir immer häufiger die Frage: „Kann man das auch mit dem Handy bedienen?“ Das Internet macht schon viel aus. Somfy weckt zum Beispiel sehr geschickt die Neugierde der Menschen auf eine smarte Bedienung und Automatisierung – insbesondere durch die Werbung im Fernsehen und in der digitalen Welt. Manchmal scherzen wir im Team, dass mancher Kunde mehr weiß als wir, weil sie die Möglichkeiten so begeistern – und die Technik sich natürlich immer weiterentwickelt.

Wie begegnen Sie dem ständigen Wandel und bleiben stets auf der Höhe der Zeit?

Somfy Expert Schild

Dieter Kübler: Wir sind als Somfy Gold-Experte im Fachpartnerprogramm immer am Puls der Zeit. Regelmäßige Schulungen und Fortbildungen sind hierbei essenziell und gewährleisten, dass Innovationen bei uns umgesetzt werden. Somfy bietet hier ein breites Spektrum für seine Produktpalette an. Die Seminare sind zudem auch beliebt. Das Angebot ist ein echter Vorteil, um auch das eigene Team immer wieder aufs Neue zu begeistern und zu binden. Der Fachkräftemangel geht natürlich auch an uns nicht spurlos vorbei. Wir führen zum Glück nicht Tag für Tag einfach dieselbe Tätigkeit aus – unsere Leute mögen es, wenn’s auch mal knifflig wird und sie an einer Lösung richtig tüfteln können. Gerade im Smart-Home-Umfeld sind die Möglichkeiten endlos. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter danken es uns mit einer langen Betriebszugehörigkeit und die Kundinnen und Kunden mit Vertrauen und Weiterempfehlung.

Kunden sind ein gutes Stichwort. Haben Sie eigentlich auch eine Ausstellungsfläche?

Dieter Kübler: Selbstverständlich. Und zwar schon seit 1971. Eine informativ und auch optisch ansprechend gestaltete Ausstellung ist die Basis für den Verkauf und die Beratung. So können die Produkte live und in Farbe vor Ort unter die Lupe genommen und getestet werden. Das gibt ein gutes Gefühl vor dem Kauf. Durch unsere langjährige Tätigkeit im Rollladen- und Sonnenschutzhandwerk sind wir darüber hinaus auch in der Lage, reale Referenzen und Projekte aus der Region zu zeigen.

Welchen Stellenwert hat die Ausstellung in Zeiten der Digitalisierung?

Dieter Kübler: Meine Meinung ist hier klar: Wenn Sie etwas verkaufen möchten, sollten Sie das Produkt erlebbar machen. Das gilt nicht nur für unsere Branche. Die meisten Menschen, die sich die Mühe machen, zu uns in die Ausstellung zu kommen, haben großes Interesse und kaufen danach auch bei uns. Das ist ein wahres Geschenk. Unserer Firma ist Kundennähe sehr wichtig.

Ausstellungsraum der Firma Kübler in Balingen

„Einfach vorbeikommen und ausprobieren“, lautet das Motto

Muss ein Interessent bei Ihnen eigentlich vorher einen Termin machen?

Dieter Kübler: Nein, Interessierte können sehr gerne auch einfach in der Ausstellung vorbeikommen – beim Bäcker oder Buchhändler ruft man ja auch nicht vorher an. So flexibel sollte ein Handwerksbetrieb innerhalb vorgegebener Öffnungszeiten sein.

Müssen Sie eigentlich viel Werbung schalten, um auf Ihre Firma aufmerksam zu machen?

Dieter Kübler: Das ist aufgrund dauerhaft voller Auftragsbücher weniger notwendig – wir sind aber natürlich immer mal wieder in den lokalen Medien präsent. Es ist nicht selten, dass wir bis zu acht Wochen Lieferzeit haben – in der Hochzeit für Markisen kann es sogar mehr sein. Das überrascht die meisten Interessierten erst einmal und dann gilt es Verständnis dafür zu schaffen.

Der Großteil der Menschen verbringt seit etwa zwei Jahren deutlich mehr Zeit zu Hause. Hat sich die Nachfrage dadurch noch einmal verstärkt?

Dieter Kübler: Absolut. Das eigene Zuhause ist noch mehr in den Fokus unserer Gesellschaft gerückt. Die Menschen sind daher eher bereit, hierfür Geld in die Hand zu nehmen. Es geht aber nicht nur um finanzielle Investitionen, sondern Sie investieren auch selbst mehr Zeit, recherchieren verschiedene Möglichkeiten und machen sich Gedanken zur Optimierung.

Grafik zum Smart-Home-System TaHoma Switch mit vernetzbaren Produktlinien

Die Steuerungszentrale TaHoma bietet vielfältige Möglichkeiten

Das ist ein interessantes Stichwort. Müssen Sie als Handwerksbetrieb die Interessenten erst auf smarte funkgesteuerte Lösungen hinweisen oder wie verhält sich die Nachfrage?

Dieter Kübler: Der persönliche Mehrwert steht immer im Fokus. Viele Interessenten fragen daher selbst danach, ob es die Lösung auch motorisiert gibt und nicht selten kommt auch die Frage, ob man dies mobil steuern oder bspw. um Sicherheitslösungen erweitern kann. Dann können wir mit der Smart-Home-Zentrale TaHoma natürlich ein Ass aus dem Ärmel ziehen.

Wie überzeugen Sie Skeptiker von funkgesteuerten Sonnenschutzlösungen?

Dieter Kübler:  Wichtig ist, dass wir niemanden überreden wollen, denn die Bedürfnisse sind unterschiedlich und das ist auch gut so. Trotzdem möchten wir stets ideal beraten und die Möglichkeiten einmal aufzeigen, damit eine zukunftssichere Entscheidung getroffen werden. Wer nämlich mit smarten Lösungen startet, kommt schnell auf den Geschmack nach mehr. Gerade am Anfang ist es wichtig, die Menschen nicht mit komplexer Technik zu überfordern.

Vorteile der Funkoffensive

Kurz und bündig: Die Vorteile der Funktechnologie

Wie beginnen Sie ein solches Gespräch dann idealerweise?

Dieter Kübler:  Ganz einfach mit dem Satz: Stellen Sie sich vor, Ihr Zuhause und Sie sind ein Team. Und danach erklären wir die Vorteile mit dem Plus an Komfort und Sicherheit im Alltag sowie der Möglichkeit Energie zu sparen.

Mehr Informationen für Geschäftskunden gibt es übrigens auf unserem Fachpartnerportal SomfyPRO.

Portraitbild Anja Ebert

Anja Ebert

Mein Lieblings-Gadget? Die Sprachsteuerung! Was mich antreibt? Vor allem meine Leidenschaft für Reisen, Kommunikation und Digitalisierung. Neues zu erleben, verleiht mir Tag für Tag das nötige Quäntchen Inspiration – beruflich wie privat. Mein Credo? Die Perspektive einer Geschichte ist entscheidend. Und davon hat sowohl unsere Branche als auch die Smart-Home-Welt reichlich in petto.

Mein Werdegang? Als Berliner Kindl lebe ich seit über 15 Jahren im Schwabenländle. 2018 reiste ich dann ein halbes Jahr lang alleine um die Welt. Nach meiner Rückkehr ging es 2019 zu Somfy. Dort koordinierte ich bis Ende 2021 gemeinsam mit einem tollen Team die externe Kommunikation und das digitale Marketing für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Durch und durch Somfy-Fan bleibe ich natürlich auch darüber hinaus. Außerhalb der Arbeitswelt findet man mich draußen in der Natur, nicht selten beim Fotografieren oder auf dem Volleyballfeld.

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