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Homeoffice: 12 Learnings aus 12 Monaten

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Vor etwa 12 Monaten packte der Großteil unseres Somfy-Teams von einem Tag auf den anderen alle Sachen zusammen: Laptops, Tastaturen, Headsets, manchmal sogar Stehtische oder Bürostühle zogen um – nicht etwa in ein größeres Büro oder an einen neuen Unternehmensstandort, sondern nach Hause ins Homeoffice. Seitdem ist viel passiert. Homeoffice wurde zum Standard der Arbeitswelt vieler Unternehmen. Steigende, fallende und wieder steigende Zahlen in den Nachrichten, Ausgangssperren und viele neue Regeln. In den letzten 12 Monaten hat sich viel für uns alle verändert. Wir haben daher unser Top 12 Learnings mit knackigen Tipps rund ums ideale Mittagessen u.v.m. für Sie zusammengestellt.

Wir alle mussten unseren Alltag massiv umstellen. Sei es, dass der Weg zur Arbeit nicht mehr an ein Auto, Bahn, Bus oder Fahrrad gekoppelt ist, sondern dass der Arbeitsalltag für die meisten nur hinter dem Öffnen einer Zimmertüre wartetete oder gar nur das Öffnen des Laptops beinhaltete. Für viele verschwimmt seitdem die Grenze zwischen Beruflichem Privaten zunehmend – nicht nur im Dresscode durch die Kombination aus geliebter Jogginghose und professionellem Hemd oder Bluse für die Kameraübertragung. Es ist eine nie da gewesene Situation für uns alle. Sie bietet positive und negative Seiten. Wir haben unseren Alltag stark verändert und das ist unbestreitbar herausfordernd.

Ziele nicht aus den Augen verlieren

Gerade jetzt ist ein gutes Mindset und digitale Achtsamkeit wichtiger denn je. Das heißt, es gilt ein oder mehrere Ziele vor Augen zu haben, um sich mit neuen und spannenden Themen zu beschäftigen. Diese Ziele sollten idealerweise SMART sein, also:

  • S: Specific = spezifisch
  • M: Measurable = messbar
  • A: Achievable = erreichbar
  • R: Realistic = realistisch
  • T: Timely = an einen Zeitpunkt oder Zeitrahmen gebunden

Die privaten oder beruflichen Ziele können vielfältig sein: ein neues Hobby, der Mittagsplan rund um die Ernährung oder eine neue Herangehensweise, um den Alltag komfortabler zu gestalten. Deshalb haben wir bei uns im Team nachgefragt und euch die 12 Top Tipps aus 12 Monaten Homeoffice zusammengestellt.

1. Türen nicht vor dem digitalen Flurfunk verschließen

Seit Beginn der Pandemie findet der Austausch unter den Mitarbeiter*innen bei Somfy nahezu komplett digital statt. Passé sind die Zeiten von einem kurzen Plausch an der Kaffeemaschine oder beim Mittagessen. Von einem Tag auf den anderen sah man sich nur noch durch die Webcam oder via Microsoft-Teams-Profilbild. Damit jedoch die persönliche Note nicht verloren geht, wurden die digitalen Kaffeerunden ins Leben gerufen. In kleiner Runde finden so in den Kaffeepausen kleine Treffen mit maximal fünf Teilnehmer*innen statt. Hier wird sich über das Heißgetränk der Wahl ausgetauscht, über aktuelle Ereignisse oder persönliche Anekdoten – sogar kleine Spiele werden gemeinsam gespielt. So haben wir kürzlich die Dinosaurier-Namen von Jans Sohn erraten und Homeschooloing gleich mitintegriert. Im letzten Jahr wurde außerdem ein neues Format aus dem Boden gestampft: das Corona-Blitzlicht. Hier werden bis heute regelmäßig einmal pro Monat Corona-relevante Informationen von unserer Taskforce allen Mitarbeitenden transparent vorgestellt und auch diskutiert, was ungemein zur guten Grundstimmung im Kollegium beiträgt. In einigen Teams gibt es zudem digitale Afterwork-Treffen oder den gemeinsamen Morgenkaffee als Start in den Tag. All das trägt dazu bei, den Kontakt zu den Kolleg*innen zu halten. Ein herzhaftes Lachen stärkt nämlich ungemein die Laune und den Team-Geist.

2. Digitale Hausaufgaben machen

Der Umzug ins Homeoffice kam für viele überraschend – von heute auf morgen wurden die Sachen gepackt und plötzlich fand das berufliche Leben nur noch digital statt. Auch wenn der spontane Umzug dank der guten EDV-Architektur (bei uns erhält jede*r einen Laptop, auch die Praktikant*innen) für uns kein Problem von technischer Seite war, so hatte doch ab und an jemand Nachholbedarf in puncto neuer Tools. Auch wenn wir gemeinschaftlich schon über so manchen, digitalen Fauxpas lachen konnten, so ist neben dem Angebot an EDV-Schulungen der Zusammenhalt ein entscheidendes Stichwort. Virtuelles Arbeiten bedingt mehr denn je, sich gegenseitig Dinge zu zeigen und so gemeinsam den digitalen Horizont zu erweitern und Wissen zu teilen.

3. Tipps für ein leckeres Mittagessen im Homeoffice

In unserem deutschen Firmensitz in Rottenburg haben wir ein wunderbares Kantinen-Team, das uns normalerweise regelmäßig mit kulinarischen Leckerbissen verwöhnt – bis zur Pandemie. Seitdem sind die meisten Mitarbeiter*innen in der heimischen Küche auf sich selbst gestellt. Es haben sich hier drei Trends heraus kristallisiert, wie sich das Somfy-Team um die Verköstigung zur Mittagszeit kümmert. Es gibt sie auf jeden Fall, die Kolleg*innen, die zur Mitagszeit selbst kochen. Beliebt sind hier Gnocchi mit Pesto und getrockneten Tomaten oder ähnliche Schnellgerichte. Für alle anderen steht entweder ein schneller Snack auf dem Speiseplan, bestehend aus beispielsweise Obst, Joghurt, Nüssen oder belegtem Brot (vorzugsweise mit Avocado oder anderen Leckerein), oder eben die klassische „Mealprep“, also das Erwärmen von zuvor vorbereiteten Speisen. Letzteres wird sehr gerne bei den Homeschooling-Kolleg*innen mit Kindern eingesetzt.

Gerichte, die sich prima vorbereiten lassen:

  • Vegetarisches Curry mit Reis
  • Nudel- oder Kartoffelsalat
  • Lasagne
  • Nudelgerichte, wie Spaghetti Bolognese
  • Summer Rolls
  • Hartgekochte Eier
  • Suppen aller Art
    (besonders zu empfehlen: Tomate, Kürbis-Curry oder Karotte-Ingwer)
  • Burger
Homeoffice

Schnell vorbereitet: Leckerer Burger in der Mittagspause im Homeoffice

Weitere leckere Ideen finden Sie übrigens auch auf Websites oder Apps, die sich auf Gerichte in wenigen Minuten spezialisiert haben. Sollten Sie jedoch mal keine Zeit für Vorbereitungen haben oder keine Lust auf einen Snack, so wird Ihnen unser nächster Tipp gefallen.

4. Support your Locals

Take out Food

Sie haben keine Lust, immer dasselbe zu kochen? Schlendern Sie früh am Samstagmorgen über den Wochenmarkt, nicht nur sehen Sie ein paar neue Gesichter, sondern Sie können sich auch für neue Gerichte zum Mittag- oder Abendessen inspirieren lassen – mit Abstand und Maske versteht sich. Aber auch wenn es mal schnell gehen soll, haben wir einen Tipp parat: Bestellen Sie doch gerne etwas bei dem Restaurant um die Ecke lassen Sie es sich liefern oder machen Sie in Ihrer Mittagspause einen kleinen Spaziergang, wo wir bereits bei unserem nächsten Tipp sind.

5. I like to move it, move it: Sport nicht vergessen

10.000 Schritte pro Tag ist die goldene Regel für ein gesundes und aktives Leben. Doch was gut in der Theorie einfach klingt, ist in der Praxis – gerade im Homeoffice – doch oft schwierig. Gerade im bequemen Bürostuhl wird man schnell zur Couchpotatoe. Was hier hilft? Starten Sie gleich motiviert und aktiv in den Tag mit einer schnellen Runde zum Bäcker. Gerade in den kalten Monaten werden Sie sofort wach. Auch ein kleines Workout hilft enorm. Auf etlichen Videoplattformen gibt es kostenlose wie bezahlte Angebote zum Nachmachen. Oder wie wäre es mit einer Runde Yoga? Bewegung hilft uns allen, besonders bei herausfordernden Aufgaben des Alltags nicht aus der Ruhe zu kommen.

Pssst: Auch eine kleine Runde während oder Mittagspause kann Wunder wirken – besonders wenn man nicht über einen eigenen Garten oder Balkon verfügt, ist es wichtig, sich die tägliche Dosis Vitamin D zu sichern. Übrigens kann ein Sprint ins Badezimmer in kurzen Pausen auch den Kreislauf wieder ideal in Schwung bringen. 3, 2, 1 – los gehts!

6.Den Arbeitsplatz nachrüsten

Homeoffice

Rüsten Sie Ihr Homeoffice auf

Kaum an einem anderen Platz verbringen wir alle aktuell so viel Zeit, wie an dem Schreibtisch – vielleicht mit Ausnahme vom Bett bei Langschläfern. Haben Sie Ihren Arbeitsplatz denn in den letzten 12 Monaten nachgerüstet? Bei uns ist jede Menge pasiert. Egal ob ein eigenes Büro im Haus oder der Wohnung oder ein einfacher Schreibtisch in einer Ecke – ein paar kleine Änderungen können eine große Wirkung haben. So zum Beispiel mit einem höhenverstellbaren Tisch, um während des Arbeitens mobil zu bleiben. Gerade jetzt, wo man sich nicht mehr physisch zu Meetings trifft und daheim nur noch vor dem Laptop arbeitet, ist es wichtiger denn je mobil zu bleiben. Es lohnt sich also auch die eigene Ausstattung daheim einmal zu überdenken. Auch ein neuer Schreibtischstuhl mit rückenfreundlicher und ergonomischer Passform verbessert sowohl Haltung als auch Laune. Um stets alles im Blick zu behalten, lohnt sich zumeist auch ein zweiter Bildschirm. Damit diese funktionellen Geräte auch ein harmonisches Bild abgeben und Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz rundum wohlfühlen, sind Bilder oder ein paar kleine Pflanzen – je nach persönlichem Geschmack – klar zu empfehlen. Pinterest ist hierfür übrigens eine gute Quelle für jede Art von Inspiration.

7. So bändigen Sie Ihren Nachwuchs

Seit einigen Monaten gibt es bei vielen Kolleg*innen eine ganz neue Herausforderung zu bewältigen: Homeschooling und Homeoffice unter einen Hut zu bekommen. Das kann je nach Haushalt eine echte Zereißprobe sowohl für die Nerven wie auch die WLAN-Verbindung sein. Hier ist gute Planung das A und O und auch die Raubtierfütterung zwischendurch sollte nicht vergessen werden. Es gilt: Am besten gut absprechen, wann wer ein wichtiges Meeting hat und nicht gestört werden darf und wann man fix bei kleineren Problemen unterstützen kann – ein Ampelsystem vor der Tür kann hier Wunder wirken. Wir haben bei uns damit auf jeden Fall sehr gute Erfahrungen gesammelt.

8. Guter Ausgleich zum Job – neue Hobbies erlernen

Gerade im Homeoffice können die Grenzen zwischen Beruflichem und Privatem schnell verschwimmen, denn der Job findet nun daheim statt und auch bei einem zugeklappten Laptop und geschlossenen Browsertabs schwirrt dennoch der eine oder andere Gedanke zum Job im Hinterkopf. Hier hilft es, einen guten Ausgleich zu finden – gerade jetzt, weil einige Hobbies nicht mehr auszuüben sind. Was haben Sie in der Pandemie für sich entdeckt?

Hier ein paar Denkanstöße:

  • Kochen
  • Backen
  • Das Zuhause umgestalten
  • Ein neues Instrument lernen
  • Alte Fotoalben anschauen
  • Kerzendrehen
  • Neue Apps ausprobieren

Kochen und Backen im Homeoffice

9. Networking nicht vergessen

Gerade jetzt ist Networking wichtiger denn je – wie sonst soll man neue und interessante Menschen im beruflichen Kontext kennenlernen und zu den bekannten Gesichtern den Kontakt halten, wenn sämtliche Seminare und Messen abgesagt wurden. Hier lautet das Stichwort Networking. Nutzen Sie beispielsweise die Zeit, um Ihr LinkedIn-Profil auf den neusten Stand zu bringen und teilen Sie Neuigkeiten aus Ihrer Welt mit Ihren Kontakten. Auch neue Apps sind in diesem Kontext nicht aus den Augen zu lassen. Seit Anfang des Jahres hat zum Beispiel die Clubhouse-App die Herzen der iPhone-Besitzer*innen höherschlagen lassen und schon so manch spannender Kontakt ist so entstanden.

10. Die Must-Have-Gadgets fürs Homeoffice

Homeoffice Gadgets

Einige Tipps rund um den maßgeschneiderten Arbeitsplatz wurden bereits genannt, aber zu produktivem Arbeiten kann das eine oder andere Gadget ideal beitragen.

  • Noise-Cancelling-Kopfhörer:
    Besonders praktisch, wenn einige tierischen oder menschlichen Mitbewohner zwischenzeitlich etwas lauter sind.
  • Eine große Wasserflasche:
    Trinken nicht vergessen! Besonders in langen Meetings ist das Wasserglas schnell leer und Nachschub manchmal schwierig zu organisieren, also vorausplanen!
  • Blaufilter-Brille:
    Kennen Sie das auch, das nach langen Arbeitstagen Ihnen die Augen wehtun und trocken sind? Hier kann Sie eine Blaufilter-Brille helfen, Sie vor dem blauen Bildschirmlicht zu schützen.
  • Funktionierende Kaffeemaschine:
    Der Retter in jedem Mittagstief – das braune Gold in der Tasse: Kaffee. Ein schneller Kaffee zwischendurch bringt die grauen Zellen schnell wieder in Schwung, deshalb ist eine funktionierende Kaffeemaschine für viele ein absolutes Must-have.
  • Sound on und Sprachassistenten nutzen:
    Ein bisschen Musik wirkt meist wie eine Oase der Inspiration in der Ideenwüste: Also wieso nicht per Sprachbefehl ein bisschen Musik bei Ihrem Smart Home bestellen? Erfahren Sie jetzt wie!

11. Pausen bewusst setzen

Gerade jetzt, wo viele von uns daheim auf der Arbeit sind, kann es schwer sein, sich bewusst Pausen zu nehmen, um kurz den Kopf freizubekommen. Hier ist es zu empfehlen, in der Mittagspause oder in den Kaffeepausen das heimische Büro (wenn möglich) zu verlassen, den Laptop in eine Kiste zu packen oder in eine andere Ecke zu schieben. Ganz bewusst nach dem Motto „aus den Augen aus dem Sinn“. Was außerdem hilft: Stellen Sie die Statusleiste in Microsoft Teams oder ähnlichen kollaborativen Tools während der Pause ganz bewusst auf „Offline“, sodass Sie Ihre Auszeit auch wirklich voll ausnutzen können.

12. Aufs Bauchgefühl hören: Sich mitteilen

Last but not least empfehlen wir, sich mitzuteilen und den Kolleg*innen und Chef*innen transparent zu kommunizieren, wie es Ihnen geht. Fakt ist: Wir alle mussten uns in den letzten zwölf Monaten sehr umstellen – das mag für manche leichter sein als für andere. Dennoch sind wir alle täglich mit ähnlichen Erfolgserlebnissen, aber auch mit Herausforderungen konfrontiert und es ist wichtig, sich darüber gemeinsam offen auszutauschen sowie sich gegenseitig zu unterstützen.

Unser Fazit

Keine Frage: Zwölf Monate im Homeoffice haben uns verändert. Oft unter dem Begriff „New Work“ zusammengefasst, also dem Arbeiten der Zukunft, hat uns Corona doch auch einige wichtige Entwicklungen und Erkenntnis gebracht. Wie es weiter geht, bleibt abzusehen, aber eines steht außer Frage: Dass wir im Somfy-Team uns weiterhin bei den unterschiedlichsten Herausforderungen (egal ob im Homeoffice oer Büro) unterstützen!

Fun Fact:
Wer war bei Ihnen in der Firma bisher der entscheidende Treiber der Digitalisierung? 😀

O | Der CEO

O | Der CIO

O | Covid-19

Anna Kramer Somfy

Anna Kramer

Als Somfyanerin im Marketing-Teams greife ich vor allem für die digitalen Kanäle des Unternehmens in die Tasten. Außerdem orchestriere ich das Community Management der deutschsprachigen Social-Media-Kanäle.

Ich bin ein großer Fan in Büchern, Magazinen oder Zeitschriften zu schmökern– mindestens genau so sehr, wie eigene Texte für das Internet zu schreiben. Da Kreativität den Kern meiner Arbeit ausmacht, wäre ich des Öfteren ohne die Sprachsteuerung meiner TaHoma aufgeschmissen. Mein Geheimtipp: Bei einer Schreibblockade hilft Musik immer! Und wenn ich dafür nicht einmal meinen Schreibtisch verlassen muss, umso besser. Weiteres Wissenswertes über mich: Pixelschubserin, Gipfelstürmerin und Tech-Enthusiast aus dem Süden Deutschlands.

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